6 Punkte Hilfeprogramm für Region Harz

Tourismusverband Niedersachsen e.V.

1. Sonderhilfsprogramm Tourismus starten

Auf lokaler Ebene sind die kommunalen Tourismusorganisationen für die Schaffung, Attraktivierung und Unterhaltung der touristischen Infrastruktur zuständig. Durch die Erlasse und Allgemeinverfügungen von Bund und Land, sind dort massive Einnahmen in verschiedenen Bereichen der touristischen Infrastruktur weggebrochen (z. B. Freizeitbäder, Thalasso- und Wellnesseinrichtungen, Kurmittelhäuser, Strände, Campingplätze, Kultureinrichtungen etc.).

Auch die regionalen Tourismusorganisationen und Landesfachverbände (Urlaub und Freizeit auf dem Land, Camping, Heilbäder) müssen mit stark sinkenden Einnahmen wie z. B. Provisionsverluste, ausbleibende Rechnungseingänge von Leistungsträgern, sinkende Mitgliedsbeiträge etc., rechnen. Die Existenz steht auf dem Spiel!

Zur Vermeidung der wirtschaftlichen Notlage ist zwingend ein Sonderhilfsprogramm Tourismus auf den Weg zu bringen, da ansonsten die Grundlage für den Tourismus in Niedersachsen nicht mehr existiert. Die Anwendungsbereiche müssen auf die lokalen, regionalen Tourismusorganisationen und Landesfachverbände erweitert werden. Schlussendlich wirkt sich ein Wegfall der Angebote auch auf die Arbeit der Landesmarketingorganisation TMN aus.

Die aktuellen finanziellen Soforthilfen in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen setzten eine Tätigkeit im Haupterwerb voraus. Der TVN schließt sich der Forderung des DTV zur bundeseinheitlichen Klarstellung an, dass auch nicht-gewerbliche Vermieter von Unterkünften, die durch Corona in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, Zugang zu Liquiditätshilfen, nicht rückzahlbaren Zuschüssen erhalten können.

2. Jetzt erst recht – Offensivprogramm für Investitionen starten

Corona trifft in hohem Maße den heterogenen und investitionsschwachen Tourismus im ländlichen Raum. Durch die Marktanteilsverluste der vergangenen Jahre, die mit einer eher reduzierten Wertschöpfung pro Gast auf betrieblicher Ebene einhergeht, ist es fraglich, ob die Betriebe über ausreichend Reserven zum „Überleben“ der Krise verfügen. Weite Teile Niedersachsens sind sehr saisonal geprägt. Um die fehlenden Einnahmen aus dem Frühjahr zu kompensieren, bedarf es eine zusätzliche Nachfrage in den belegungsschwachen Monaten. Ob die Reisenden allerdings bereit sind, ihren Winterurlaub in Niedersachsen verbringen zu wollen, ist mangels Zeit und fehlenden Angeboten, fraglich. Daher wird die Corona-Krise das wirtschaftliche Handeln aller im Tourismus verantwortlichen Akteure noch über Jahre weiter beschäftigen. Umso mehr sind diese auf finanzielle Unterstützung des Landes angewiesen.

Alle 6 Punkte die der Tourismusverband Niedrsachsen als Hilfen fordert können Sie in der PDF nachlesen.