Der Weg für das geplante Schloßplatz-Hotel ist nun offenbar endgültig frei
Der Weg für das geplante Schloßplatz-Hotel ist nun offenbar endgültig frei: Nachdem laut Aussagen von Wirtschaftsdezernent Robert Reck eine Klage gegen das Vorhaben vor dem Verwaltungsgericht aus formellen Gründen gescheitert war und die übergeordnete Kommunalaufsichtsbehörde bei einer Prüfung nichts zu beanstanden hatte, werde aktuell der Kaufvertrag mit dem Investor, also Getec, für das städtische Grundstück zu Ende verhandelt. Gleichzeitig findet Anfang der kommenden Woche ein Besichtigungstermin möglicher Räumlichkeiten für das bislang am Schloßplatz gelagerte Depot statt.
Zur Erinnerung: In der früheren Berufsschule befinden sich die Außenstelle des Stadtarchivs sowie das kommunale Kunstgut, also 1.800 Gemälde und 160 Plastiken der Anhaltischen Gemäldegalerie. Während das Archivmaterial ins Technische Rathaus nach Roßlau gebracht wird, soll das Depot in geeignete Räumlichkeiten eingemietet werden.
Die in der Ex-Schule gelagerten Gegenstände sollen - so hieß es vor geraumer Zeit - bis spätestens zum 1. April beräumt werden, um das Gebäude bis zum 30. Juni abzureißen. Anschließend erfolgt die Übergabe des beräumten Grundstücks an den Investor. Dieser will in diesem Jahr noch den Grundstein für den Hotelneubau legen und bereits im Jahr 2021 das Gesamtvorhaben umgesetzt haben. Nach eigenen Angaben will die Getec-Gruppe hierfür eine Tochtergesellschaft gründen, die ihren Sitz in Dessau hat und für die Errichtung des Hotels mit 123 Zimmern verantwortlich ist. Der Neubau mit gastronomischem Bereich soll von einer international agierenden Hotelgruppe mit 50 Mitarbeitern betrieben werden.
Bei einem Bürgerentscheid war eine Initiative, die gegen das Hotel war, im September knapp gescheitert.
