DRV fordert stabile Rahmenbedingungen
Beim heutigen Wirtschaftsdialog Tourismus mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und dem Tourismus-Beauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat DRV-Präsident Norbert Fiebig die neuerlichen Diskussionen um die Corona-Einreisebedingungen für zurückkehrende Urlauber kritisiert: „Die Möglichkeit, sich bei Rückkehr aus einem ‚einfachen‘ Risikogebiet, durch einen negativen Corona-Test von einer Quarantäne freitesten zu können, muss erhalten bleiben.“ Die Branche habe die verstärkte Testung von Anfang an aktiv mitgetragen und durch den Aufbau der notwendigen Infrastruktur stark unterstützt. Es sei ein erfolgreiches Konzept, das sehr gut funktioniere.
Fiebig betonte die Unsicherheiten, die durch solche Diskussionen der Politik stark geschürt würden. „Die Einstufung Portugals als Virusmutationsgebiet wird nicht ohne Folgen auf die Buchungsentwicklung bleiben“, so der DRV-Präsident. „Kein Reisender betritt derzeit ein Flugzeug ohne einen negativen Corona-Test, es sei denn er oder sie ist bereits vollständig geimpft oder genesen. Das hat sich bisher sehr gut bewährt. „Wenn die Politik hier nicht verlässlich bleibt, wird die gerade zart aufkommende Zuversicht der Unternehmer in unserer Branche wieder zunichte gemacht.“
Fiebig erläuterte, dass die Lage gerade für das Outgoing-Geschäft nach wie vor überaus fragil ist und auch noch bleiben wird. „Solange dies der Fall ist, wäre es kaum zu verantworten, wenn der Bund die Sicherheitsnetze für die Unternehmen, die aus den genannten Gründen noch weitere Unterstützungsleistungen benötigen, Ende September einrollen würde.“ Es müssten jetzt die verwaltungstechnischen Weichen gestellt werden, damit spätestens im September die Beschlüsse zur Verlängerung der Überbrückungshilfen getroffenen werden können.
Perspektivisch sollten laut DRV die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung weiterentwickelt werden, weg von der ausschließlichen Orientierung an Inzidenzwerten. Nur dann könne zukünftig eine gegebenenfalls auftretende hohe Volatilität bei den Einschränkungen, ein Rein und Raus, vermieden und eine zielgenauere Berücksichtigung der Belastungsgrenzen des Gesundheitswesens erreicht werden. Fiebig: „Die Wirtschaft und insbesondere auch die Reisewirtschaft brauchen in allen Bereichen berechenbare Rahmenbedingungen.“
